Sentrup

Bild: Luftbild Sentrup
Luftbild Sentrup (Quelle: Google Earth)
Sentrup bzw. Sentruper Höhe ist ein Stadtteil von Münster Westf., mit überwiegender Wohnbebauung. Sentrup liegt zwischen der Innenstadt und südöstlich von Gievenbeck im Westen der Stadt. Sentrup ist dem Stadtbezirk West zugeordnet. Die Einwohnerzahl betrug am 31. Dezember 2010 6.628 Einwohner die sich auf eine Fläche von ca. 6,6 km² verteilen.
Der Kern Sentrups gliedert sich vornehmlich in drei Teile: Im Norden von Sentrup befindet sich das Universitätsklinikum von Münster, gefolgt von Wohngebieten im Zentrum, und im Süden befindet sich das Gelände rund um den Allwetterzoo, u.a. mit dem Sportpark Sentruper Höhe, dem Westfälischen Pferdemuseum, dem Westfälischen Museumsdorf und dem Naturkundemuseum. Dazu kommt noch ein nördlicher Teil, der in der Wahrnehmung der Münsteraner eigentlich nicht zu Sentrup gehört und sich bis zur Eishalle an der Steinfurter Straße hinzieht. In diesem Teil sind vornehmlich Einrichtungen der Universität (Naturwissenschaftliches Zentrum, Sportgelände, Leonardo-Campus) und der Fachhochschule zu finden. Im Südosten befindet sich weiterhin die Katholische Akademie Franz-Hitze-Haus

Bild: Zoo Münster
Zoo Münster (Quelle: http://www.allwetterzoo.de/fotos/afrikapanorama.php?activemenu=fotos&sub=44)
Die Erschließung der Sentruper Höhe erfolgt im Bereich der alten Kliniken in den 30 Jahren sowie in dem übrigen Bereich in den 50er Jahren. Ähnlich wie bereits in den 30er Jahren in Gievenbeck wurden hier Häuser in Selbsthilfe erstellt. Die Entwicklung auf der Sentruper Höhe wurde durch eine Vielzahl verschiedener Freizeiteinrichtungen sowie dem Ausbau der Kliniken geprägt.

Der Sportpark Sentruper Höhe ist als eine gesamtstädtische Außensportanlage für alle Bürgerinnen und Bürger konzipiert. An seinem Beginn standen zwei Rasenspielfelder, die die Stadt auf ihrem Grundstück hinter der Gaststätte Feldschlößchen auf der Sentruper Höhe im Jahre 1949 behelfsmäßig angelegt hatte. Aufgrund des großen Mangels an geeigneten Sportstätten im Westen der Stadt beschloß der Rat die Errichtung eines Sportparks, mit dessen Ausbau schrittweise ab 1954 begonnen wurde und der im Jahr 1962 in der heutigen Form beendet wurde.

Das Mühlenhof-Freilichtmuseum ist nach einer Idee des damaligen Verkehrdirektors Theo Breider aus freier Bürgerinitiative 1960 - 64 entstanden. Es zeigt in einer gebäudereichen Hofanlage Lebens- und Arbeitsformen bäuerlichen Dasein. In seinem Mittelpunkt steht die das Gelände beherrschende Bockwindmühle von 1748, ein Mühlentypus, von dem in Münster 23 Stück existierten. In den folgenden Jahren ist dieses Museum laufend um zusätzliche Gebäude und Einrichtungsgegenstände erweitert worden. Die beiden Höfe werden auch für private Feiern und Veranstaltungen genutzt.

Der Zoologische Garten wurde Anfang der 70iger Jahre zur Sentruper Höhe verlegt. Diese Verlegung war erforderlich, da der Zoo am alten Standort am unteren Aasee keine Erweiterungsmöglichkeiten hatte und da insbesondere die West-LB für ihr Verbleiben in Münster von der Stadt ein geeignetes Grundstück in guter Lage verlangt hatte. Der Zoo, auch als Allwetterzoo bezeichnet, wurde 1973 eröffnet. Der Neubau des Zoologischen Gartens wurde zum Anlaß genommen, den Aasee ab der Torminbrücke zu erweitern. Die Erweiterung erfolgte ebenfalls Anfang der 70iger Jahre. Im Jahr 1982 wurde der Zoo um das Westfälische Museum für Naturkunde, das auch ein Planetarium enthält, erweitert. Zusätzlich ist zur Zeit in unmittelbarer Anlehnung an den Zoo ein Pferdemuseum geplant.

Durch die Vielzahl der oben aufgeführten Einrichtungen wird die besondere Funktion der Sentruper Höhe als Naherholungs- und Freizeitgebiet der Stadt Münster deutlich. Die Kehrseite dieser positiven Entwicklung ist das Anwachsen des Verkehrs und der Belastungen des Wohngebietes.

Ist die Entwicklung der Sentruper Höhe im Süden durch die Schaffung der Freizeiteinrichtungen geprägt, so bilden im Norden des Stadtteils die Bettentürme der Universitätsklinikendie nach 10 jähriger Bauzeit im Jahr 1982 eröffnet wurden, sowie die Zahnkliniken an der Waldeyer Straße einen starken Kontrast zur Wohnbebauung.

Die Stadtteile Sentrup und Gievenbeck haben für Münster mehrere Sonderfunktionen übernommen, wie die Beheimatung der medizinischen und naturwissenschaftlichen Institute der WWU, die Klinikentürme, die Mensa II, das Fachhochschulzentrum, der Freizeitbereich Aasee, mehrere große Stundentenwohnheimkomplexe, mehrere Altenheime, die Bundesfinanzschule, der Wissenschafts- und Technologiepark. Mit dem Grünbereich Kinderbachtal und dem Aasee schaffen Gievenbeck / Sentrup die Voraussetzungen, damit zumindest klimatisch gelegentlich frischer Wind bis zum Rathaus vordringt. Sonderfunktionen, die einerseits eine Bereicherung, andererseits aber auch vielfache Belastungen darstellen.
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