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SPD kritisiert Kürzung der Schulsozialarbeit am Stein

Die SPD lehnt die aktuelle Umverteilung der Schulsozialarbeit ab und kritisiert, dass bestehende Strukturen zerschlagen werden. „Wenn der allgemeine Bedarf an Schulsozialarbeit größer ist als die zur Verfügung stehenden Stellen, lässt sich das nur durch eine Ausweitung der Stellen lösen“, stellt Doris Feldmann fest, Ratsfrau für Gievenbeck und schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion: „Wir wollen nicht, dass bewährte Förderkonzepte wegbrechen, nur weil es an anderer Stelle noch stärker brennt.“ Bereits 2017 hatte die SPD eine Stellenausweitung beantragt – diese hatte jedoch bei den Haushaltsberatungen keine Mehrheit gefunden. Es zeige sich nach Ansicht von Beate Kretzschmar, Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksvertretung West, am Beispiel des Stein-Gymnasiums sehr deutlich, dass Kontinuität eine wesentliche Grundlage für eine nachhaltige soziale Arbeit an Schulen ist: „Seit Jahrzehnten leistet das Stein-Gymnasium auf Initiative der Stadt einen wesentlichen Beitrag bei der Weiterentwicklung des schulischen Ganztages. Und nun soll ausgerechnet dieser Schule die Grundlage für diese Arbeit genommen werden? Das ist doch absurd!“ Die Stadt plant, statt einer vollen zukünftig nur noch eine halbe Stelle für Schulsozialarbeit zur Verfügung zu stellen. Auch Doris Feldmann sieht die besondere Situation des Stein-Gymnasiums: „Das Konzept des offenen Ganztages ist in dieser Form einzigartig – das flexible Modell wird von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern extrem gut angenommen.“ Nur mit einer vollen Stelle ist nach Überzeugung der Sozialdemokratin gewährleitet, dass Schulsozialarbeit den Übergang vom Vormittag zum Nachmittag gestaltet und den im Kooperationsvertrag vereinbarten Beitrag zum inklusiven Lernen leisten kann. Statt „sozialpädagogischer Feuerwehren“ fordert die SPD eine langfristig angelegte Zusammenarbeit: „Sowohl für Schülerinnen und Schüler, die Zusammenarbeit mit Eltern, die Netzwerkarbeit innerhalb und außerhalb der Schule als auch für eine nachhaltige Schulentwicklung ist Kontinuität unerlässlich“, sind sich Kretzschmar und Feldmann einig.