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Ärger und Erleichterung über Schließung der Schranke

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„Seit einigen Wochen herrschen hier nahezu paradiesische Zustände“, freut sich ein Anwohner der Gartenbreie, der zum Ortstermin gekommen ist. Die Fraktion der SPD in der Bezirksvertretung West traf sich mit zahlreichen Anwohnerinnen und Anwohnern der Gartenbreie sowie Vertretern des Supermarktes, des Baumarktes und der Tankstelle auf dem Ratio-Areal zu einem Austausch über die Verkehrssituation in der Gartenbreie.  Die Schranke ist geschlossen und damit eine Zufahrt auf den Parkplatz der Geschäfte nicht mehr möglich. Der Anwohner berichtet weiter, wie in den letzten Jahren der Schleichverkehr durch die Gartenbreie auf den Parkplatz des Einkaufszentrums immer mehr zugenommen habe, bis er seit der Neueröffnung des Marktkauf-Supermarktes unerträglich geworden sei. Eine Vertreterin von Marktkauf bestätigt: „Ja, unser neues Sortiment ist nach dem Umbau sehr gut angenommen worden, wir wurden anfangs von Kunden nahezu überrannt. Das hat natürlich auch zu mehr Verkehr geführt.“ 

 

Deshalb hatten einige Anwohner und Anwohnerinnen der Gartenbreie sich zusammengetan, eine Veranstaltung organisiert und eine Schließung der Zufahrt gefordert. Dass das Bauordnungsamt prompt reagierte und die Schranke an der Zufahrt von einem auf den anderen Tag per Anordnung schließen ließ, hat die Geschäftsleute kalt erwischt. Sowohl die Vertreterin von Marktkauf als auch ein Geschäftsführer des Hellweg-Baumarktes berichteten über erboste Kunden, die vor der geschlossenen Schranke standen und wenden mussten. Sie fühlten sich von den Geschäftsleuten unzureichend informiert und zeigten deutlich ihre Verärgerung, wird berichtet: „Wir hätten die Kunden natürlich rechtzeitig informiert, wenn wir von der Schließung der Schranke vorher gewusst hätten. So mussten wir den ganzen Ärger abfangen.“ Die Geschäftsleute befürchten zudem Umsatzeinbußen, wenn Anwohner des westlichen Gievenbeck sich entschließen den Umweg über zwei Ampeln zu meiden und andere Geschäfte aufzusuchen.

 

Während des Ortstermins versuchte etwa ein Dutzend Autofahrer die Zufahrt zu benutzen und musste angesichts der geschlossenen Schranke wenden und durch die Gartenbreie wieder zurückfahren. Verantwortlich für die Situation ist laut Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine das Bauordnungsamt. Er schilderte allen Beteiligten den Hintergrund: „Da im Bebauungsplan nur ein Rad- und Fußweg, aber keine Zufahrt für Autos vorgesehen ist, war die Zufahrt über die Gartenbreie nur geduldet. Bereits vor Jahren haben sich Anwohner über den Schleichverkehr beklagt. Die Proteste hat das Amt nun zum Anlass genommen, die Schranke zu schließen.“ Er berichtet weiter, dass das Bauordnungsamt über den Änderungsantrag des Besitzers des Parkplatzgeländes zur Legalisierung der Zufahrt bis November entscheiden werde: „Am 7. November wird der Leiter des Bauordnungsamtes der Bezirksvertretung Münster-West die endgültige Entscheidung vorstellen und begründen.“ Dass bis dahin die Autofahrer weiterhin in die Gartenbreie fahren und dann wieder umkehren müssen, ist für die SPD kein haltbarer Zustand. Die Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Beate Kretzschmar sicherte allen Beteiligten zu: „Wir werden uns an das Bauordnungsamt wenden und dafür sorgen, dass bis zur endgültigen Entscheidung zumindest ein Sackgassen-Schild am Kreisverkehr an der Dieckmannstraße aufgestellt wird.“