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CDU und FDP kämpfen für die autogerechte Stadt - SPD und Grüne für die Verkehrswende

kasernebv

Die Veloroute Münster-Nottuln soll eine "attraktivere, deutlich aufgewertete Radverkehrsinfrastruktur und eine durchgängig komfortable, zügige Alternative zur KfZ-Nutzung im Pendlerverkehr" bieten (Vorlage V/1200/2019). Doch wie soll das möglich sein, wenn beim Ausbau der Radwege nur Flickwerk betrieben wird? Bereits im vergangenen Jahr setzten wir uns für den Ausbau der Radwegverbindung Gievenbeck-Roxel ein, um durch Schaffung eines zweiten Radweges dem zunehmenden Radverkehr gerecht zu werden und Sicherheit und Komfort für die Radfahrerinnen und Radfahrer zu gewährleisten (WN vom 11.01.2019). Trotz breitem Zuspruch, unter anderem vom ADFC, befanden Konservative und Verwaltung, dass eine Aufbesserung des bestehenden Radweges ausreichend sei. Die Verbindung Gievenbeck-Roxel soll auch Bestandteil der neuen Veloroute werden. Dazu unsere Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung West, Beate Kretzschmar: "Diese Vorlage ist eine Bankrotterklärung der Verkehrspolitik - und das, bevor die Verkehrswende in Münster überhaut begonnen hat. [Die Beibehaltung eines Radweges] macht erstens die Strecke kaum sicherer und zweitens nicht schneller. Damit werden die Ziele für den Ausbau von Velorouten vollkommen verfehlt". Dieser Meinung schlossen sich auch die Grünen an und erteilten somit diesem unzureichenden Vorschlag zur Vebesserung des Radverkehrs in Münster eine Absage. 

Mehr dazu unter WN vom 17.01.2020.