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SPD fordert bedarfsgerechte KiTa-Plätze

spdartikel

Bis zum 31. Januar können Eltern über den KiTa-Navigator für ihr Kind einen Betreuungsplatz vormerken lassen. SPD Ratsfrau Doris Feldmann ist froh, dass die Aufnahmekriterien für die städtischen KiTas noch einmal angepasst wurden: "Es ist z.B. für Familien enorm wichtig, dass Geschwisterkinder als Aufnahmekriterium stärker berücksichtigt werden als im letzten Jahr". Für die Sozialdemokratin ist das eigentliche Problem damit jedoch nicht gelöst: "Auch nach Abschluss des Verfahrens werden viele Familien verzweifelt auf der Suche nach einem Betreuungsplatz für ihre Kinder sein." Die Vergaberichtlinien gelten weiterhin nur für städtische Einrichtungen - und damit für lediglich 29 von über 180 Münsteraner KiTas. "Hier brauchen wir mehr Transparenz. Es ist enorm wichtig, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht an fehlenden Betreuungsplätzen scheitert. Letztendlich ist eine KiTa eine Bildungseinrichtung - und Bildungschancen dürfen nicht an die Erwerbstätigkeit von Eltern geknüpft sein," so Feldmann. Auch Beate Kretzschmar, SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung West, kennt die Sorgen der Gievenbecker Eltern: "Auch wenn die Betreuungsquote im Westen deutlich höher ist als im Zentrum - uns erreichen viele Problemanzeigen!" Ein besonderes Ärgernis sind für die Sozialdemokratinnen die sogenannten "geteilten" Betreuungszeiten, bei denen Kinder mit einem 35-stündigen Betreuungsplatz zum Mittagessen abgeholt werden müssen. "Das mag im letzten Jahrhundert funktioniert haben - entspricht aber ganz sicher nicht den heutigen Familiensituationen." Neben dem bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsplätze fordern Feldmann und Kretzschmar den Blick auf den Fachkräftemangel: "Der ist auch in Münster längst angekommen - wir brauchen endlich mehr Wertschätzung für die wichtige und anspruchsvolle Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher!"